Zurück zum Hauptmenü Sehr geehrte Mitreisende

Jetzt hat sich herausgestellt, dass Corendon nicht - wie mir vom Luftfahrtbundesamt zunächst fälschlich mitgeteilt worden war - eine niederländische Luftfahrtgesellschaft (mit Head-Office in den Niederlanden und Belgien) sei – dafür sprach auch, dass die Prospekte in den Taschen am Rücken des Vordersitzes in niederländischer Sprache waren -, sondern eine TÜRKISCHE! Die EU-Verordnung 261/2004, auf die wir unsere Ansprüche stützen wollten, gilt aber nicht, wenn eine nicht zur EU gehörende Fluglinie im Ausland startet, sondern nur, wenn sie im EU-Bereich abfliegt.
Das heißt also:
Diejenigen, die in Hamburg fast sechs Stunden vergeblich darauf warteten, dass unsere Maschine komme und sie nach Antalya bringe, können den Ausgleichsanspruch wahrnehmen, da der Abflug von dem EU-Land Deutschland erfolgte, wir aber können es nicht, da unser erheblich verspäteter Abflug von dem Nicht-EU-Land Türkei mit einer türkischen Fluglinie erfolgt war. Kurzformel: Mit eu-ausländischer Maschine vom EU-Ausland rein in die EU > kein Geld bei Verspätung, mit eu-ausländischer Maschine raus aus der EU > Geld.

So ist Juristerei leider manchmal!

Es tut mir leid, dass ich aufgrund der falschen Auskunft des Luftfahrtbundesamtes zunächst fälschlicherweise zu einem für uns günstigen Ergebnis gekommen war, dass aber aus dem vorstehend dargelegten Gründen in Wahrheit nicht zutrifft.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Uwe Scharnweber